Ist Liebe nicht einfach?

Wenn ich manchmal im Trubel der Gefühle und gewälzten Probleme unterzugehen drohe, schimpfe ich mit mir und wünsche mir, mich fernab der Welt mit dem eigentlichen, dem höheren Sein zu beschäftigen… ganz in Mediation und dem All-Sein aufzugehen: Und damit die kleinen weltlichen Probleme hinter mir zu lassen. Doch dann denke ich häufig an Narziß und Goldmund und die Weisheit Hermann Hesses tröstet mich. Er schreibt:

Kein Zweifel: vom Kloster aus, von der Vernunft und Moral aus gesehen war sein eignes Leben besser, es war richtiger, steter geordneter und vorbildlicher… es war sehr viel reiner und besser als das Leben eines Künstlers, Vagabunden und Weiberverführers.

Aber … war der Mensch wirklich dazu geschaffen, ein geregeltes Leben zu führen, dessen Stunden und Verrichtungen die Betglocken anzeigten?

War er nicht von Gott geschaffen mit Sinnen und Trieben, mit blutigen Dunkelheiten, mit der Fähigkeit zur Sünde, zur Lust, zur Verweifelung?

Ja, und es war vielleicht wirklich nicht bloß kindlicher und menschlicher ein Goldmundleben zu führen: es war am Ende wohl auch mutiger und größer, sich dem grausamen Strom und Wirrwarr zu überlassen, Sünden zu begehen und ihre bittren Folgen auf sich zu nehmen – statt abseits der Welt mit gewaschenen Händen ein sauberes Leben zu führen, sich einen schönen Gedankengarten voll Harmonie anzulegen und zwischen seinen behüteten Beeten sündelos zu wandeln.

Und auch zu dieser Frage hat mir Terzanis Das Ende ist mein Anfang jetzt wieder eine Antwort gegeben. Nach 3 Jahren im Himalaya beim weisen Alten hat er  das Weite gesucht, und ist zurück zu Heim & Herd, sprich zur Familie gegangen, um seinen letzten Weg gemeinsam mit seiner Frau zu begehen: warum sich von all dem Weltlichen lösen? Wozu? Ich BIN doch im Weltlichen, außerhalb davon sein, kann ich noch lange genug.

Zu begreifen, dass das Weltliche nur „kleine“ Probleme sind, die dem Kosmos oder der Natur gleichgültig sind… ist für mich nicht Grund genug, das alles hinter mir zu lassen. Regen UND Sonnenschein, die Wechsel im Leben, die Aufs und Abs  sind doch spannend! Aufregend! LEBENDIG!

Es hat sein Gutes, hin und wieder von oben rauf zu schauen, die Perspektive zu wechseln. Das All-Sein zu begreifen oder besser noch „zu streifen“ hilft dann, sich nicht im Gewirr von Gefühlen und Menschsein zu verlieren; im Gegenteil: dankbar dafür sein. Dazu bin ich doch hier: um zu lieben und leben, mit all den Facetten!

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Das Geheimnis eines erfüllten Lebens

Jemand wollte vom Meister wissen, was das Geheimnis eines erfüllten Lebens sei.
Sagte der Meister: „Mach jeden Tag einen Menschen glücklich!“
Und er fügte als nachträglichen Gedanken hinzu: „…selbst wenn dieser Mensch du selbst bist.“
Nur wenig später sagte er: „Vor allem, wenn dieser Mensch du selbst bist.“
(Anthony de Mello)

Durch Liebe leiden bedeutet, nicht umsonst zu leiden.

„Wenn das Gold geläutert werden soll, muss es durch das Feuer gehen. Liebe ist Feuer.

Weil Liebe so wehtut (weh tun kann), leben Millionen von Menschen ein Leben ohne Liebe.

Auch sie leiden, aber ihr Leiden ist sinnlos.

Durch Liebe leiden bedeutet, nicht umsonst zu leiden. Durch die Liebe zu leiden ist kreativ, es führt dich zu höheren Bewusstseinsebenen.“

Norbert Glaab

Norbert meint, Liebe ist etwas sehr Grundlegendes für die Selbsterkenntnis. Jede Beziehung ist dann wie ein Spiegel der Reinheit der Liebe. Doch wenn du rein lieben willst, wirst du auch verletzlicher sein. Du wirst den Panzer um dein Herz ablegen, wirst „gefährlich“ leben und gehst das Risiko ein, dass es weh tut. Doch wenn du das Risiko nicht wagst, dann vertust du dir auch deine Chance auf Wachstum. Die Herausforderung ist, sich auf die Liebe einzulassen – das ist der erste Schritt!

Entdecke die Langsamkeit

Als ich das erste Mal in Schweden war, holte mich einer meiner Kollegen jeden Morgen am Hotel ab. Es war September, beißend kalt und es schneite. Wir kamen früh bei der Firma an und er parkte weit vom Eingang entfernt (2000 Mitarbeiter kommen mit dem Auto zur Arbeit). Am ersten Tag sagte ich nichts, auch nicht am zweiten und dritten. Dann fragte ich eines Morgens: „Hast du einen bestimmten eigenen Parkplatz? Mir ist aufgefallen, daß wir weit vom Eingang entfernt parken, auch wenn es sonst noch keine Autos auf dem Platz gibt.“ Worauf er antwortete: „Weil wir früh hier sind, haben wir Zeit, zu Fuß zu gehen, und wer spät kommt, wird es eilig haben und einen Platz näher am Eingang brauchen. Meinst du nicht?“ Stell dir mein Gesicht vor.

Er fährt fort und spricht über eine Bewegung in Europa, die Slow Food heißt, die „dafür eintritt, daß man langsamer essen und trinken sollte, damit man genug Zeit hat, um sein Essen auch zu schmecken und mit der Familie und mit Freunden zusammenzusein, ohne sich dabei hetzen zu müssen. Slow Food ist gegen das Gegenteil: gegen den Geist von Fast Food und das, wofür das als Lebensstil steht.“

Ich liebe diese Idee. Sie ist die Essenz der Einfachheits-Bewegung, und sie inspiriert alle, die versuchen, ein einfaches Leben zu führen. Es geht nicht nur darum, auf überflüssige Dinge zu verzichten oder Geld zu sparen … es geht darum, langsam zu werden, um sich mehr seines Lebens zu freuen und die einfachen Freuden des Lebens zu genießen und um auf einer bestimmten Ebene die materialistische Kultur abzulehnen, in der wir alle gefangen sind, und uns statt dessen unseren Mitmenschen zuzuwenden. Es geht darum, unsere Werte und Prioritäten zu ändern.

Er fährt fort:
„Keine Eile“ als innere Haltung bedeutet nicht, daß man weniger tut oder daß man eine niedrigere Produktivitätsrate hat. Sie bedeutet, daß man mit höherer Qualität, Produktivität, Perfektion, mit Aufmerksamkeit für das Detail und mit weniger Streß arbeitet und Dinge tut. Diese Haltung bedeutet, Werte der Familie, Freunde und Freizeit wieder in den Vordergrund zu rücken. Das „Jetzt“, das da und konkret ist, dem undefinierten und anonymen „Globalen“ gegenüberzustellen. Sie steht für die essentiellen Werte des Menschen, für die Einfachheit des Lebens.

Sie steht für eine weniger von Zwang geprägte Arbeitsumgebung, die glücklicher, leichter und produktiver ist und in der es den Menschen Spaß macht, das zu tun, wovon sie am besten wissen, wie man es macht. Es ist an der Zeit, anzuhalten und darüber nachzudenken, daß Unternehmen Qualität entwickeln müssen ohne Eile, wodurch die Produktivität und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen gesteigert wird, ohne dabei den Geist zu opfern, in dem gearbeitet wird.

Viele von uns leben ihr Leben, indem sie hinter der Zeit herlaufen, aber holen sie erst ein, wenn sie bei einem Autounfall sterben, wenn sie sich gerade beeilen, rechtzeitig anzukommen. Andere bemühen sich so sehr, die Zukunft zu leben, daß sie vergessen, in der Gegenwart zu leben, die ja die einzige Zeit ist, die wirklich existiert. Wir alle haben gleich viel Zeit auf dieser Welt. Niemand hat mehr oder weniger. Der Unterschied liegt darin, wie jeder einzelne von uns mit seiner Zeit umgeht. Wir müssen jeden einzelnen Augenblick leben. Das meinte John Lennon, als er sagte: „Leben ist das, was Ihnen passiert, während Sie damit beschäftigt sind, etwas anderes zu planen.“

Dieser Artikel ist eine gekürzte Version und stammt von Leo Babauta, er wurde erstmals auf seiner Website zenhabits.net unter dem Titel Slow down … to Enjoy Life veröffentlicht. Übersetzung Dirk Henn.

Am Rande zum neuen Leben – Abschied heißt auch: WEITERGEHEN.

In der Sign-Mappe von Jwala habe ich folgende inspirierende Karte gefunden:

mitnehmen was da kommt: heißt annehmen, was auch kommen mag. heißt Chancen wahrnehmen, aufstehen und losgehen.

liegenlassen, was dann fällt: heißt altes loslassen, was nichts mehr nützt, was nur noch belastet und drückt. lassen, was nicht mehr sein soll.

Den Anfang im Ende finden: heißt, zu erkennen, dass jedes Ende ein Neuanfang ist. „Abschied heißt doch auch: weitergehen.“

Die Fragen er-leben

Und ich bitte dich, Geduld zu haben
gegen alles Ungelöste in deinem Herzen
und versuche,
die Fragen selbst lieb zu haben,
wie verschlossene Stuben oder ein neues Buch,
das in fremder Sprache geschrieben ist.

Forsche nicht nach Antworten,
die dir nicht gegeben sind,
weil du sie nicht leben kannst.
Und darum handelt es sich doch:
alles zu leben.
Lebe jetzt die Fragen!

Vielleicht lebst du dann eines neuen Tages,
ohne es zu merken,
in die Antwort hinein.

R. M. Rilke in: Briefe an einen jungen Dichter

 


 

Sich selbst zu kennen…

… ist der Anfang aller Weisheit. (Aristoteles)

Rousseau meint, glücklich ist der, der ein Gleichgewich gefunden hat zwischen Wollen und Können.

Das heißt: Wolle niemals mehr, als du selbst tun kannst – Wenn du dich selbst kennenlernst, weißt du um deine Grenzen, aber auch um deine Möglichkeiten!

 

Life goes on… Vom Wachsen und Lernen

“I’ve learned that no matter what happens, or how bad it seems today, life does go on, and it will be better tomorrow. I’ve learned that you can tell a lot about a person by the way he/she handles these three things: a rainy day, lost luggage, and tangled Christmas tree lights. I’ve learned that regardless of your relationship with your parents, you’ll miss them when they’re gone from your life. I’ve learned that making a “living” is not the same thing as making a “life.” I’ve learned that life sometimes gives you a second chance. I’ve learned that you shouldn’t go through life with a catcher’s mitt on both hands; you need to be able to throw something back. I’ve learned that whenever I decide something with an open heart, I usually make the right decision. I’ve learned that even when I have pains, I don’t have to be one. I’ve learned that every day you should reach out and touch someone. People love a warm hug, or just a friendly pat on the back. I’ve learned that I still have a lot to learn. I’ve learned that people will forget what you said, people will forget what you did, but people will never forget how you made them feel.”
Maya Angelou

Gedanken zum Leben

Liebe was ist :)

Jeder Mensch ist dazu berufen, in seinem Rahmen, mit seinen ihm eigenen Fähigkeiten etwas Wun-derbares zu dieser Welt beizutragen. Gib dich erst zufrieden, wenn deine Sehnsucht lächelt. Pflege den Traum, bis seine Botschaft sich wandelt. Übe dein Talent, bis du es geworden bist. Versuche es nicht, tu es!

Leo Zillinger

Liebe, was ist (PDF) Dieses PDF könnt ihr euch herunterladen und an Freunde und Bekannte per Email weitersenden! Oder gerne auch auf euerm eigenen Blog veröffentlichen.

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