2. Rat fürs Leben: Genieß den Sonnenaufgang!

(Mindestens) Einmal im Jahr kurz vor 5 aufstehen, wenn die Vöglein sich aus dem Schlaf zwitschern, die Luft noch frisch und kühl ist und dann losgehen um die aufgehende Sonne begrüßen. Der frühe Morgen hat seinen ganz besonderen Reiz und als ich vorgestern die ersten Sonnenstrahlen sah, fragte ich mich, warum ich eigentlich nicht immer MIT der Sonne aufstehe. Die Welt ist so friedlich, alles ist klar und noch so unverbraucht, so unangetastet.

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1. Rat fürs Leben: Lächle!

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass ein ehrliches Lächeln den verschlossenen Blick meines Gegenübers glättet, seine Augen sich  zu leuchten beginnen und ich spüre, wie etwas in ihm sich mir öffnet.

Wenn ich lächle, sind oft die Dinge einfacher zu tragen.

 

take a smile

Das Geheimnis eines erfüllten Lebens

Jemand wollte vom Meister wissen, was das Geheimnis eines erfüllten Lebens sei.
Sagte der Meister: „Mach jeden Tag einen Menschen glücklich!“
Und er fügte als nachträglichen Gedanken hinzu: „…selbst wenn dieser Mensch du selbst bist.“
Nur wenig später sagte er: „Vor allem, wenn dieser Mensch du selbst bist.“
(Anthony de Mello)

Trotz Fleiß kein Preis? – Ode an das NichtsTUN…

Faul auf der Matraze liegen, auf dem Fußboden abhängen, einfach mal nur rum sitzen und nichts tun. Vielleicht noch die Wand anschauen. Oder die Decke. Oder aus dem Fenster. Zeit zum Dösen, Zeit zum Grübeln, zum Träumen…

Ich liege gerne in der Gegend rum und tue … nichts!

Ralf meint von sich, er sei faul und fragt: „Ist das ein Problem, wenn man auf der bequemen Seite des Lebens steht?“ Viele schämen sich für die eigene Bequemlichkeit. Denn um in unserer Gesellschaft etwas zu erreichen, etwas zu gelten, bekommt man gesagt, dass man arbeiten muss und fleißig sein. Nur dann erhielte man auch Anerkennung und Respekt.

Doch nicht immer geht die Rechnung auf. Viele Leute schuften und placken sich ab, aber Anerkennung und Reichtum sind deswegen noch lange nicht in Sicht…
Dazu fiel Waltraud Spenle, einer Leserin von Ralfs Artikel eine traurige Geschichte ein. Sie geht ungefähr so:
Ein neugeborener Käfer, noch orientierungslos, krabbelt hinter all den anderen her, ohne zu wissen, wo es eigentlich hingeht. Die die er fragt wissen es auch nicht, nur soviel, daß eben alle dahin krabbeln und daß man es eben genauso machen soll. Also krabbeln er und all die anderen weiter und weiter, es geht mühselig nach oben und als er auch oben steht, stellt er fest, daß der nächste Schritt in den Abgrund geht. Alle Käfer fallen in ein tiefes Loch und gehen ein. Und dafür haben sie sich ihr Leben lang angestrengt.


Überhaupt gab es viele spannende Kommentare. Gaby Gembolys fragte sich schon sehr lange, „wohin dieses HÖHER – WEITER – SCHNELLER führen soll? Da fällt mir sofort das Pareto Prinzip ein: 80 % dessen, was Sie in Ihrer Arbeit erreichen, gehen auf 20 % der aufgewandten Zeit zurück. Die Schwierigkeit oder die Kunst besteht nur darin zu erkennen, welche 20 % die richtigen sind, um den größten Erfolg, das beste Ergebnis, das größte Lebensglück zu haben.“

Aber Ralf hatte auch einen ganz besonderen Clou in seiner Betrachtung der angeblichen Faulheit:  „Ein fauler Mensch ist bestrebt, sich möglichst wenig anzustrengen und möglichst wenig Kraft und Energie zu verbrauchen. Im Grunde ist er damit wie ein modernes Auto, das nur noch 4 Liter auf 100 Kilometer verbraucht. Aber hier sagt man dann nicht, es wäre ein „faules Auto“, sondern man nennt es wirtschaftlich, umweltgerecht oder ökonomisch.“ Der Leser Christian von Kessel fasst die Weisheit vom „Faulen Sack“ dann passend zusammen: „Weniger schießen, aber besser zielen!“

Es geht also nicht darum, „andere für sich arbeiten zu lassen“, sondern um überlegteres Handeln. Weniger ist mal wieder mehr und Qualität braucht Langsamkeit. Ich lasse die Dinge erst einmal auf mich wirken (sitze nur „faul“ herum und gehe in mich), anstelle blind loszupreschen.

Es ist wahrscheinlich wie immer eine Frage der Balance zwischen Aktivität und Rückzug, Anspannung und Entspannung, die Frage des richtigen Maßes. Caroline J. zieht passend den Vergeich zu Mutter Natur:
„Nach einem fullminanten Frühling folgt der Sommer mit einer langsam ansteigenden Reifephase. Keine Birne ploppt einfach in einem einzigen Kraftakt auf. Nach dem zum Überleben sinnvollen, arbeitsreichen Herbst zur Ernte und Voratsschaffung erholt sich Flora und Fauna im Winter, um dann wieder mit Kraft in einen neuen Frühling zu starten. Über die eigene Kraft hinaus agieren um des agierens willen, würde kein Tier so leben. Wir vernunftbegabten Säuger sind hier eher unvernünftig. Erst wenn mein Gehirn die Zeit bekommt einem Gedanken nachzuhängen kann sich daraus etwas wundervolles entwickeln. Ohne diese Faulheit entsteht keine Kreativität oder Innovation, kein wohliges Schnurren meiner Seele. Diese Zeit uns zu geben, steht leider sehr selten in unseren Kalender und endet im ungünstigsten Fall in einer totalen geistigen und körperlichen Erschöpfung.“

Also liebe Mitmenschen: „Es braucht zu allem ein Entschließen, selbst zum Genießen.“ (Eduard von Bauernfeld)

Durch Liebe leiden bedeutet, nicht umsonst zu leiden.

„Wenn das Gold geläutert werden soll, muss es durch das Feuer gehen. Liebe ist Feuer.

Weil Liebe so wehtut (weh tun kann), leben Millionen von Menschen ein Leben ohne Liebe.

Auch sie leiden, aber ihr Leiden ist sinnlos.

Durch Liebe leiden bedeutet, nicht umsonst zu leiden. Durch die Liebe zu leiden ist kreativ, es führt dich zu höheren Bewusstseinsebenen.“

Norbert Glaab

Norbert meint, Liebe ist etwas sehr Grundlegendes für die Selbsterkenntnis. Jede Beziehung ist dann wie ein Spiegel der Reinheit der Liebe. Doch wenn du rein lieben willst, wirst du auch verletzlicher sein. Du wirst den Panzer um dein Herz ablegen, wirst „gefährlich“ leben und gehst das Risiko ein, dass es weh tut. Doch wenn du das Risiko nicht wagst, dann vertust du dir auch deine Chance auf Wachstum. Die Herausforderung ist, sich auf die Liebe einzulassen – das ist der erste Schritt!

Entdecke die Langsamkeit

Als ich das erste Mal in Schweden war, holte mich einer meiner Kollegen jeden Morgen am Hotel ab. Es war September, beißend kalt und es schneite. Wir kamen früh bei der Firma an und er parkte weit vom Eingang entfernt (2000 Mitarbeiter kommen mit dem Auto zur Arbeit). Am ersten Tag sagte ich nichts, auch nicht am zweiten und dritten. Dann fragte ich eines Morgens: „Hast du einen bestimmten eigenen Parkplatz? Mir ist aufgefallen, daß wir weit vom Eingang entfernt parken, auch wenn es sonst noch keine Autos auf dem Platz gibt.“ Worauf er antwortete: „Weil wir früh hier sind, haben wir Zeit, zu Fuß zu gehen, und wer spät kommt, wird es eilig haben und einen Platz näher am Eingang brauchen. Meinst du nicht?“ Stell dir mein Gesicht vor.

Er fährt fort und spricht über eine Bewegung in Europa, die Slow Food heißt, die „dafür eintritt, daß man langsamer essen und trinken sollte, damit man genug Zeit hat, um sein Essen auch zu schmecken und mit der Familie und mit Freunden zusammenzusein, ohne sich dabei hetzen zu müssen. Slow Food ist gegen das Gegenteil: gegen den Geist von Fast Food und das, wofür das als Lebensstil steht.“

Ich liebe diese Idee. Sie ist die Essenz der Einfachheits-Bewegung, und sie inspiriert alle, die versuchen, ein einfaches Leben zu führen. Es geht nicht nur darum, auf überflüssige Dinge zu verzichten oder Geld zu sparen … es geht darum, langsam zu werden, um sich mehr seines Lebens zu freuen und die einfachen Freuden des Lebens zu genießen und um auf einer bestimmten Ebene die materialistische Kultur abzulehnen, in der wir alle gefangen sind, und uns statt dessen unseren Mitmenschen zuzuwenden. Es geht darum, unsere Werte und Prioritäten zu ändern.

Er fährt fort:
„Keine Eile“ als innere Haltung bedeutet nicht, daß man weniger tut oder daß man eine niedrigere Produktivitätsrate hat. Sie bedeutet, daß man mit höherer Qualität, Produktivität, Perfektion, mit Aufmerksamkeit für das Detail und mit weniger Streß arbeitet und Dinge tut. Diese Haltung bedeutet, Werte der Familie, Freunde und Freizeit wieder in den Vordergrund zu rücken. Das „Jetzt“, das da und konkret ist, dem undefinierten und anonymen „Globalen“ gegenüberzustellen. Sie steht für die essentiellen Werte des Menschen, für die Einfachheit des Lebens.

Sie steht für eine weniger von Zwang geprägte Arbeitsumgebung, die glücklicher, leichter und produktiver ist und in der es den Menschen Spaß macht, das zu tun, wovon sie am besten wissen, wie man es macht. Es ist an der Zeit, anzuhalten und darüber nachzudenken, daß Unternehmen Qualität entwickeln müssen ohne Eile, wodurch die Produktivität und die Qualität von Produkten und Dienstleistungen gesteigert wird, ohne dabei den Geist zu opfern, in dem gearbeitet wird.

Viele von uns leben ihr Leben, indem sie hinter der Zeit herlaufen, aber holen sie erst ein, wenn sie bei einem Autounfall sterben, wenn sie sich gerade beeilen, rechtzeitig anzukommen. Andere bemühen sich so sehr, die Zukunft zu leben, daß sie vergessen, in der Gegenwart zu leben, die ja die einzige Zeit ist, die wirklich existiert. Wir alle haben gleich viel Zeit auf dieser Welt. Niemand hat mehr oder weniger. Der Unterschied liegt darin, wie jeder einzelne von uns mit seiner Zeit umgeht. Wir müssen jeden einzelnen Augenblick leben. Das meinte John Lennon, als er sagte: „Leben ist das, was Ihnen passiert, während Sie damit beschäftigt sind, etwas anderes zu planen.“

Dieser Artikel ist eine gekürzte Version und stammt von Leo Babauta, er wurde erstmals auf seiner Website zenhabits.net unter dem Titel Slow down … to Enjoy Life veröffentlicht. Übersetzung Dirk Henn.

Am Rande zum neuen Leben – Abschied heißt auch: WEITERGEHEN.

In der Sign-Mappe von Jwala habe ich folgende inspirierende Karte gefunden:

mitnehmen was da kommt: heißt annehmen, was auch kommen mag. heißt Chancen wahrnehmen, aufstehen und losgehen.

liegenlassen, was dann fällt: heißt altes loslassen, was nichts mehr nützt, was nur noch belastet und drückt. lassen, was nicht mehr sein soll.

Den Anfang im Ende finden: heißt, zu erkennen, dass jedes Ende ein Neuanfang ist. „Abschied heißt doch auch: weitergehen.“

Wem du Schuld gibst, dem gibst du Macht

Die Vergangenheit… Ist sie schuld daran, dass ich so geworden bin, wie ich bin?

Sind es meine Eltern, die Schule, die Erfahrungen in der Kindheit?

Ich möchte die Vergangenheit loslassen. Was war, war. Und lässt sich nicht mehr ändern. Aber das HIER und JETZT: das kann ich verändern. Auch wenn es nicht immer leicht ist.

Leicht ist auch, zu glauben, die anderen hätten Schuld. Daran, dass es mir schwer fällt mich zu ändern. Aber gebe ich ihnen damit nicht unnötige Macht über mich? Will ich wirklich zulassen, mich durch andere fremdbestimmt zu fühlen?

Nein: ich bin für mich selbst verantwortlich.

Ich wähle den Weg, den ich gehen möchte.

Geht nicht – gibt’s nicht ;)

Heute mal eine Erkenntnis, die mich fröhlich gemacht hat!

 

Kleine Statistik

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